Materialien für den Kaninchenstall: Sicherheit und Natürlichkeit gehen vor

Sonntag, 21. September 2014
 Carina von www.kaninchen-haltung.com hat mit noch einen Gastartikel samt Bild zur Verfügung gestellt. Diesesmal geht es um die richtigen Materialien für den Kaninchenstall.


Bei der Auswahl eines Kaninchenstalles ist gleichzeitig Wert auf natürliche bzw. unbedenkliche als auch auf widerstandsfähige Materialien zu legen. Die Natürlichkeit der Materialien ist wichtig, da Kaninchen durchaus dazu neigen, Bestandteile ihres Stalles anzunagen: Enthält das Material Schadstoffe, könnte dies zu Vergiftungen führen. Gerade weil Kaninchen aber unermüdlich sind, was das Nagen betrifft, muss das Material für den Kaninchenstall auch sehr widerstandsfähig sein. Die Widerstandsfähigkeit des Materials ist auch in der Hinsicht von Bedeutung, dass den Tieren ausreichend Schutz vor Wettereinflüssen, aber zum Beispiel auch vor Fressfeinden wie dem Marder gewährt werden kann.

Baut man einen Kaninchenstall selbst, kommt vor allem Holz und Metall zum Einsatz. Auch viele der im Handel angebotenen Kaninchenställe bestehen aus diesen Materialien. Das Holz muss derart behandelt sein, dass es zwar vor Wettereinflüssen geschützt ist, gleichzeitig allerdings auch schadstofffrei ist. Hier empfehlen sich wasserbasierte Lasuren, von denen auch keine Geruchsbelästigung ausgehen darf. Holz, das für die Kaninchen unmittelbar erreichbar ist – zum Beispiel in Form eines Ruhebrettes im Kaninchenstall – muss besonders widerstandsfähig sein. 
Hier empfiehlt sich Laubholz. Metall kommt in unterschiedlichen Formen bei einem Kaninchenstall zum Einsatz, wenn es etwa um die Vergitterung, um Türscharniere oder Bodenroste geht. 

Alle metallischen Materialien müssen bei einem Kaninchenstall, der im Freien platziert werden soll, rostfrei sein. In Bezug auf die Vergitterung ist es von enormer Bedeutung, besonders widerstandsfähigen Volierendraht mit einer Stärke von mindestens 1,2 mm zu wählen. Dieser weist eine quadratische Struktur auf und ist punktgeschweißt. Wabenförmiger Hasendraht ist trotz seines Namens unzureichend, da bei einem Durchbiss  von nur einem Draht bereits ein sehr großes Loch entsteht. Kunststoffummantelter und unverzinkter Draht rostet bei schon kleinen Beschädigungen schnell und stellt oft weder für ein Kaninchen noch für einen Marder ein dauerhaftes Hindernis dar. Manch ein fleißiges Kaninchen konnte schon in sehr kurzer Zeit aus seinem Stall ausbrechen, da falsche Materialien für die Vergitterung gewählt wurden. Der Ausbruch ist dabei nur ein Problem: Durch die aufgenagten Drähte entsteht auch ein hohes Verletzungsrisiko beim Entschlüpfen aus dem Kaninchenstall.

Insbesondere im professionellen Bereich kommen auch Kaninchenställe, die aus Beton oder nahezu vollständig aus Metall bestehen, zum Einsatz. Ihre Vorteile liegen vor allem in der hygienischen Handhabung und in ihrer Langlebigkeit – diese Vorteile haben allerdings ihren Preis. Nachteilig kann bei Beton und Metall als Hauptbestandteil des Stalles empfunden werden, dass diese Materialien in den kalten Jahreszeiten zu stark kühlen und zudem sehr hart und somit pfotenunfreundlich sind.